Orden & Ehrenzeichen
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Letzte Änderung: 21.03.2019 14:55

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DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

HESSEN


LANDGRAFSCHAFT HESSEN (-HOMBURG) (BIS 1866)

16238b Dokumenten- und Photographien Teilnachlaß des Husaren Alfred Göhring vom 2. Kurhessischen Husaren-Regiment „Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg“ Nr. 14 (sog. „Hessen-Homburg-Husaren“, gebürtig in Großbreitenbach im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen: 1) Fürstlich Schwarzburgische Ehrenmedaille für Verdienst im Kriege, Beglaubigungsurkunde datiert Sonderhausen am 1. September 1915, mit großem Oblatensiegel und Original-Unterschrift Fürst Günthers von Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen (1852-1925, reg. von 1890 bzw. 1909 bis 1918), doppelseitig, und doppelt gefaltet. 2) Vier Photographien Göhrings in verschiedenen Uniformen des Regiments, davon eine altkoloriert und im Holzrahmen, sowie ein Gruppenbild in Husaren-Uniformen und eine Postkarte; 3) Auszug aus der Kriegsstammrolle, datiert 1917, mehrfach hinterklebt; 4) Soldbuch der Deutschen Wehrmacht, ausgestellt in Hildesheim am 30. März 1944, mit zahlreichen Eintragungen, eine Seite beschädigt, Bindung lose.
Dieser Bildtyp wird nicht untersttzt!


BWK4 239.
II; II-III, II 275,00 €
Alfred Edmund Otto Göhring wurde am 22. April 1893 als Sohn des Gastwirts August Göhring und dessen Gattin Ottilie, geb. Zähring, in Großbreitenbach im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen geboren. Von Beruf Kellner trat er am 7. Oktober 1913 in die 2. Eskadron des 2. Kurhessischen Husaren-Regiments „Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg“ Nr. 14 (sog. „Hessische-Homburgische Husaren“) in Kassel ein, mit der er im Rahmen der Mobilmachung am 3. August 1914 ins Feld zog. Während des Ersten Weltkriegs erwarb er das Eiserner Kreuz II. und I. Klasse, die Fürstlich Schwarzburgische Ehrenmedaille für Verdienst im Kriege (am 1. September 1915) und das Schaumburg-Lippische Verdienstkreuz (womit wohl das „Kreuz für treue Dienste 1914“ des Fürstentums Schaumburg-Lippe gemeint ist). Nach 1934 wurde ihm das Ehrenkreuz des Weltkriegs 1914-1918 für Frontkämpfer verliehen, sowie zwei weitere nicht identifizierbare Auszeichnungen. Im März 1944 wurde er als Feldwebel (später Wachtmeister) in das Landesschützen Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 11 in Hildesheim eingezogen. Mehrfach versetzt, hat er den Zweiten Weltkrieg überlebt. Er gehörte wohl dem Traditions-Verband der ehemaligen Hessen-Homburgischen Husaren Nr. 14 an. Sein Todesdatum ist nicht bekannt.



DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

PREUSSEN


KÖNIGREICH PREUSSEN (1701-1918) - ORDENSSCHNALLEN

13997 Große Ordensspange mit drei Auszeichnungen: 1) Erinnerungskreuz "Königgrätz 1866", verliehenes Originalexemplar; 2) Kriegsdenkmünze 1870-1871 in Stahl für Nicht-Kombattanten, am Bande für Kombattanten; 3) Zentenarmedaille 1897. Bänder tlw. ein wenig zerschlissen, die rückseitige Nadel fehlt.

II– 95,00 €
In allen Teilen zeitgenössisch genähte Ordensspange!



KÖNIGREICH PREUSSEN - KOPIEN

16187 Königlich Preußischer St. Johanniter-Orden. Moderne Museums- bzw. Sammleranfertigung des Ordenskreuzes in Brillanten, 56,1 x 55,9 mm, Gold emailliert und Simili-Steine, 32,6 g, mit neuem Halsband, im modernen, nach alten Vorbildern gefertigtem Etui.
Dieser Bildtyp wird nicht untersttzt!


RRR
I-II 1'750,00 €
Exemplar der 52. Künker eLive-Auction am 6. Dezember 2018, Kat.-Nr. 2038. - Hervorragend gearbeitetes Ersatzstück für ein im Original nahezu unmöglich zu beschaffendes Exemplar. Auch als Museums- oder Sammleranfertigung von großer Seltenheit. Nachdem König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840, reg. seit 1797) mit Edikt vom 30. Oktober 1810 und Urkunde vom 23. Januar 1811 die Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem aufgelöst hatte, stiftete er mit Dekret vom 23. Mai 1812 den einklassigen Königlich Preußischen St. Johanniter-Orden als königlichen Verdienstorden neu. Zwischen 1825 und 1852 verliehen er und sein Sohn und Nachfolger König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861, reg. seit 1840) insgesamt 13 Ordenskreuze „in Brillanten“, davon elf an kaiserlich russische General-Adjutanten, und je eines an einen Sachsen-Weimarischen und an einen kaiserlich österreichischen Offizier. Danach erfolgten keine Verleihungen mehr in Brillanten. Mit Kabinettsordre vom 15. Oktober 1852 stellte Friedrich Wilhelm IV. die nunmehrige Ballei Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem wieder her. Nach unseren Erkenntnissen soll sich nur ein Original-Exemplar erhalten haben. Unsere Nachforschungen haben ergeben, daß sich weder in den Ordenssammlungen der Museen des Kremls noch des Staatlichen Historischen Museums in Moskau noch der Eremitage in Sankt Petersburg ein Original-Exemplar befindet.



DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

SCHWARZBURG


FÜRSTENTUM SCHWARZBURG-SONDERSHAUSEN (BIS 1918)

16238a Dokumenten- und Photographien Teilnachlaß des Husaren Alfred Göhring vom 2. Kurhessischen Husaren-Regiment „Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg“ Nr. 14 (sog. „Hessen-Homburg-Husaren“, gebürtig in Großbreitenbach im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen: 1) Fürstlich Schwarzburgische Ehrenmedaille für Verdienst im Kriege, Beglaubigungsurkunde datiert Sonderhausen am 1. September 1915, mit großem Oblatensiegel und Original-Unterschrift Fürst Günthers von Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen (1852-1925, reg. von 1890 bzw. 1909 bis 1918), doppelseitig, und doppelt gefaltet. 2) Vier Photographien Göhrings in verschiedenen Uniformen des Regiments, davon eine altkoloriert und im Holzrahmen, sowie ein Gruppenbild in Husaren-Uniformen und eine Postkarte; 3) Auszug aus der Kriegsstammrolle, datiert 1917, mehrfach hinterklebt; 4) Soldbuch der Deutschen Wehrmacht, ausgestellt in Hildesheim am 30. März 1944, mit zahlreichen Eintragungen, eine Seite beschädigt, Bindung lose.
Dieser Bildtyp wird nicht untersttzt!


BWK4 239.
II; II-III, II 275,00 €
Alfred Edmund Otto Göhring wurde am 22. April 1893 als Sohn des Gastwirts August Göhring und dessen Gattin Ottilie, geb. Zähring, in Großbreitenbach im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen geboren. Von Beruf Kellner trat er am 7. Oktober 1913 in die 2. Eskadron des 2. Kurhessischen Husaren-Regiments „Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg“ Nr. 14 (sog. „Hessische-Homburgische Husaren“) ein, mit der er im Rahmen der Mobilmachung am 3. August 1914 ins Feld zog. Während des Ersten Weltkriegs erwarb er das Eiserner Kreuz II. und I. Klasse, die Fürstlich Schwarzburgische Ehrenmedaille für Verdienst im Kriege (am 1. September 1915) und das Schaumburg-Lippische Verdienstkreuz (womit wohl das „Kreuz für treue Dienste 1914“ des Fürstentums Schaumburg-Lippe gemeint ist). Nach 1934 wurde ihm das Ehrenkreuz des Weltkriegs 1914-1918 für Frontkämpfer verliehen, sowie zwei weitere nicht identifizierbare Auszeichnungen. Im März 1944 wurde er als Feldwebel (später Wachtmeister) in das Landesschützen Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 11 in Hildesheim eingezogen. Mehrfach versetzt, hat er den Zweiten Weltkrieg überlebt. Er gehörte wohl dem Traditions-Verband der ehemaligen Hessen-Homburgischen Husaren Nr. 14 an. Sein Todesdatum ist nicht bekannt.



DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND


BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, BUNDESLAND BADEN-WÜRTTEMBERG (SEIT 1952)

16182 Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, erste Ausführung (in 750er-Gold - 1974-1980), Prägung des Münzamtes in Stuttgart, Ausführung für Damen (!), Durchmesser 26,0 mm, 750/000 (18 ct.) Gold, 15,2 g, im Rand punziert "750", am originalen Brustband, zusammen mit Bandschleife für Damen, an Nadel, und Miniatur, Buntmetall vergoldet, an Trageschleife für Damen, im originalen, goldfarben bedruckten Verleihungsetui.

KDO10 2367; SL5 576.
I-II 650,00 €
RR - Mit „Bekanntmachung des Ministerpräsidenten über die Stiftung der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg“ vom 26. November 1974 stiftete Ministerpräsident Hans Filbinger (1913-2007, Ministerpräsident von 1971 bis 1979) die Verdienstmedaille „als Zeichen dankbarer Würdigung hervorragender Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung“. Die Gesamtzahl der lebenden Inhaber war auf eintausend begrenzt. Die ersten Verleihungen erfolgten am 26. April 1974 durch Ministerpräsident Filbinger im Neuen Schloß in Stuttgart. Die Prägung erfolgte durch die Staatliche Münze in Stuttgart, und zwar zwischen 1974 und 1980 in 750er-Gold (18ct.), danach bis 2016 in 333er goldhaltiger Legierung Durch „Bekanntmachung des Ministerpräsidenten über die Stiftung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg“ vom 26. Juni 2009 ließ Ministerpräsident Günther H. Oettinger (geb. 1953, Ministerpräsident von 2005 bis 2010) die Verdienstmedaille in „Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg“ umbenennen. Mit Bekanntmachung vom 3. Februar 2016 verfügte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (geb. 1948, Ministerpräsident seit 2011) eine Änderung in der Gestaltung des Verdienstordens in Form eines Kreuzes. Die Ausführung von Damen wurde ebenfalls am Brustband verliehen und getragen, allerdings wurde sie nicht mit einem Bandsteg, sondern mit einer Bandschleife an Nadel vergeben. Zwischen 1975 und 1979 erfolgten bei insgesamt 442 Verleihungen nur 88 an Frauen. Die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg war die einzige tragbare staatliche in Gold gefertigte Auszeichnung in der Bundesrepublik Deutschland.



EUROPÄISCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

SCHWEDEN


KÖNIGREICH SCHWEDEN

16241 Königlicher Nordstern-Orden [Kungliga Nordstjärneorden], Ritterzeichen 1. Klasse [riddartecken av 1 klass], 3. Ausführung (am blauen Band mit gelben Randsteifen), Anfertigung des Hofjuweliers Carl Frederik Carlman in Stockholm zwischen 1975 und 1982, 750/000er-Gold (18 ct.) emailliert, 13,0 g, auf dem Rand des unteren Kreuzarms u. a. Herstellerpunze „CFC“ und Goldpunze „18K“, am originalen Brustband mit Nadel, im originalen Verleihungsetui.

BWK4 239.
I-II 420,00 €
Am 23. Februar 1748 stiftete König Fredrik I. von Schweden (1676-1751, seit 1720 König von Schweden, seit 1730 Landgraf von Hessen-Kassel) den zunächst zweiklassigen (Kommandeur und Ritter) Orden zusammen mit dem Königlichen Seraphim-Orden und dem Königlichen Schwert-Orden. 1762 stiftete König Gustav III. (1746-1792, König seit 1771) Kollanen für die Kommandeure. König Oscar I. (1799-1859, König seit 1844) schuf 1844 die Großkreuz-Klasse, genannt "Kommandeur mit Großkreuz". König Carl XV. (1826-1872, König seit 1859) stiftete 1860 einen Bruststern zum Kommandeur und König Oscar II. (1829-1907, König seit 1872) unterteilte 1873 aus Anlass seiner Krönung die Kommandeure in Kommandeure 1. Klasse (mit Bruststern) und Kommandeure 2. Klasse (ohne Bruststern, ab 1952 "Kommandeur" genannt), wobei letztere bis 1889 Ausländern vorbehalten waren. Bereits am 14. Dezember 1871 waren die bis dahin gestickten Bruststerne offiziell in Metallsterne umgewandelt worden, deren Armflächen bis 1919 brillantiert, von 1919 bis 1951 geschuppt und seit diesem Zeitpunkt glatt waren bzw. sind. In besonderen Fällen konnten die Insignien aller Klassen auch mit Brillanten verliehen werden. Auf Beschluss des Schwedischen Reichstages vom 6. Juni 1973 wurde die Verleihung des Nordstern-Ordens an schwedische Staatsbürger mit Wirkung vom 1. Januar 1975 eingestellt. Mit der Reform des schwedischen Ordenswesens von 1975 wurde auch die Ritterklasse in Ritter 1. Klasse und Ritter aufgeteilt, sowie eine neue Bandfarbe (Blau mit gelben Randstreifen) eingeführt. 1986 wurde von König Carl XVI. Gustav die dem Orden affiliierte Nordsternmedaille gestiftet. Mit Datum vom 1. August 1995 erhielt der Orden neue Statuten. Zwischen 1875 und 1982 fertigte der Hofjuwelier Carl Fredrik Carlman (Inhaber nacheinander Carl Fredrik Carlman, Carl Ryno Amadeus Carlman, Sven Carlman und Rolf Carlman) in Stockholm die Ordensinsignien aller Klassen des Ordens an.



KÖNIGREICH SCHWEDEN - ORDEN

15738 Königlicher Wasa-Orden [Kungliga Vasaorden], 2. Modell (1866-1975), Ritterzeichen 2. Klasse [riddartecken av 2 klass] (seit 1889), Anfertigung des Hofjuweliers Carl Frederik Carlman in Stockholm, Silber, Medaillons Gold, emailliert, am Band, im originalen Verleihungsetui von Carlman.

BWK4 307; ZK2 3456.
II 195,00 €
Die Ritterkreuze II. Klasse sind weitaus seltener zu finden als die Ritterkreuze I. Klasse. - Der Wasa-Orden wurde am 26. Mai 1772 von König Gustav III. (1746-1792, König seit 1771) als zunächst dreiklassiger (Kommandeur mit Großkreuz, Kommandeur und Ritter) Orden für Verdienste um die Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie, Kunst und Wissenschaft gestiftet. Durch eine Verordnung König Oscars I. (1799-1859, König seit 1844) erhielten 1844 das Kleinod des Großkreuzes und die Kommandeurs-Dekoration jeweils definitiv eine königliche Krone als Überhöhung. Am 27. April 1860 reorganisierte König Carl XV. (1826-1872, reg. seit 1859) den Orden, gab den Insignien eine neue Gestalt und führte einen Bruststern zum Kommandeur ein. Aus Anlass seiner Krönung teilte König Oscar II. (1829-1907, reg. seit 1872) 1873 die Kommandeursklasse in Kommandeure 1. Klasse (mit Bruststern) und Kommandeure 2. Klasse (ohne Bruststern, ab 1952 "Kommandeur" genannt), wobei letztere bis zum 25. September 1889 Ausländern vorbehalten war. Bereits 1871 waren die bis dahin gestickten Bruststerne offiziell in Metallsterne umgewandelt worden, deren Armflächen bis 1919 brillantiert, von 1919 bis 1951 geschuppt und seit diesem Zeitpunkt glatt waren. Mit neuen Statuten vom 25. November 1889 wurde auch die Ritterklasse in Ritter 1. Klasse und Ritter 2. Klasse (ab 1952 "Ritter" genannt) unterteilt, wobei letztere zunächst ebenfalls nur Ausländern vorbehalten war. Am 25. November 1895 stiftete Oscar II. das Wasa-Zeichen und die mehrstufige Wasa-Medaille in Gold und Silber. Am 6. Juni 1973 beschloss der Reichstag, das schwedische Parlament, dass die schwedischen Orden, und somit auch der Wasa-Orden, künftig nur noch Ausländern vorbehalten wären, und mit den neuen Statuten der schwedischen Orden vom 1. August 1975 wurde die Verleihung des Wasa-Ordens (wie auch des Schwert-Ordens) generell eingestellt.


08817,1 Königlicher Schwert-Orden [Kungliga Svärdsrorden], 2. Modell (1772-1975), 2. Typ (mit Kügelchen an den Armenden des Ordenskreuzes ), Ritterkreuz 1. Klasse [riddartecken av 1 classe] (seit 1889), jüngere Ausführung mit bauchiger Königskrone, Anfertigung des Hofjuweliers Carl Frederik Carlman in Stockholm aus der Zeit um 1900, Gold emailliert, 15,8 g, ohne Punzierung, Haarrisse in den weißen Armen, nahezu unsichtbare Reparatur im Voderseitenmedaillon, am neuen Bandstück, im alten Originaletui von Carlman.

AR S. 80; AUE S. 272f; BM S. 16 ff.; BU S. 506 ff.; BWK4 255; GR S. 472 ff.; EO1 24; KLE 7523; KÜ142 7916 ff.; KÜ162 8856 ff.; LÖ2 Taf. S. 24; MT SWN080; NV Taf. S. 45; ON2 S. 408; RM83 S. 296f; SZ0 S. 1039 ff.; SZ1 S. 427; TA S. 525f; TR S. 74f; VN4 S. 459; VPE1 S. 548; VPI1 S. 508; ZK2 3422;
PUN 0590002225021 II– 490,00 €
Am 23. Februar 1748 stiftete König Fredrik I. von Schweden (1676-1751, reg. seit 1720) den zunächst zweiklassigen (Kommandeur und Ritter) Militär-Verdienstorden zusammen mit dem Königlichen Seraphim-Orden und dem Königlichen Schwert-Orden. 1772 reorganisierte König Gustav III. (1746-1792, reg. seit 1771) den Orden, indem er ein Großkreuz stiftete (wobei die Inhaber dieser Klasse "Kommandeur mit Großkreuz" genannt wurden und werden). 1788 stiftete er für Kriegszeiten die Klasse der Ritter mit dem Großen Kreuz 1. Klasse des Schwert-Ordens (Ritterkreuz am Hals mit aufrecht stehendem Schwert auf der linken Brust), die durch König Karl XIII. (1748-1818, reg. seit 1809) 1814 um die Klasse der Ritter mit dem Großen Kreuz des Schwert-Ordens (Ritterkreuz am Hals mit gekreuzten Schwertern auf der linken Brust) erweitert wurde. Am 26. Juni 1850 stiftete König Oscar I. (1799-1859, reg. seit 1844) das affiliierte Schwertzeichen und die affiliierte Schwertmedaille für Unteroffiziere und Mannschaften. Im Mai 1875 wurde Kaiser Wilhelm I. (1797-1888, seit 1861 König von Preußen, seit 1871 Deutscher Kaiser) von König Oscar II. (1829-1907, reg. seit 1872) eine goldene Schwertmedaille verliehen, die zwar ebenfalls 1860 gestiftet worden war, aber nur einmal verliehen wurde, eben an Kaiser Wilhelm I. König Carl XV. (1826-1872, reg. seit 1859) stiftete 1860 einen Bruststern zum Kommandeur, und König Oscar II. unterteilte 1873 aus Anlaß seiner Krönung die Kommandeure in Kommandeure 1. Klasse (mit Bruststern) und Kommandeure 2. Klasse (ohne Bruststern, ab 1952 "Kommandeur" genannt), wobei letztere bis zum 25. September 1889 Ausländern vorbehalten war. Bereits 1871 waren die bis dahin gestickten Bruststerne offiziell in Metallsterne umgewandelt worden, deren Armflächen bis 1919 brillantiert, von 1919 bis 1951 geschuppt und seit diesem Zeitpunkt glatt waren. Mit den neuen Statuten vom 25. November 1889 wurde auch die Ritterklasse in Ritter 1. Klasse und Ritter 2. Klasse (ab 1952 "Ritter" genannt) unterteilt, wobei letztere zunächst ebenfalls nur Ausländern vorbehalten war. 1896 wurde das Schwertzeichen ohne Schwerter von König Oscar II. gestiftet. Am 22. März 1952 erließ König Gustav VI. Adolf (1882-1973, reg. seit 1951) neue Statuten, mit denen für Kriegszeiten ein dreiklassiges affiliiertes Kriegskreuz des Schwert-Ordens gestiftet wurde. Auf Beschluß des Schwedischen Reichstages vom 6. Juni 1973 wurde die Verleihung des Schwert-Ordens mit Wirkung vom 1. Januar 1975 generell eingestellt.


15331 Königlicher Nordstern-Orden [Kungliga Nordstjärneorden], 2. Modell (1844-1975), 2. Typ (mit Kügelchen an den Kreuzarmenden), Ritterkreuz [riddartecken], jüngere Ausführung mit bauchiger Königskrone, Anfertigung des Hofjuweliers Carl Frederik Carlman in Stockholmaus der Zeit um 1900, Gold emailliert 14,7 g, ohne Punzierungen, mit schöner alter Goldpatina, am originalen alten schwarzen Band zusammen mit Knopflochrosette im originalen Verleihungsetui von Carlman.

AUE S. 274; BM S. 16 ff.; BU S. 511 ff.; BWK4 239; GR S. 476 ff.; EO1 32; KLE 7540; KÜ142 7934 ff.; KÜ162 8875f; LÖ2 S. 27; MT SWN050; NV Taf. S. 47; ON2 1222; RM83 S. 297; SZ0 S. 1045 ff.; SZ1 S. 427f; TR S. 74f; VN4 21/22; VPE1 S. 549; VPI1 S. 509; ZK2 S. 3439;
PUN 0590003225021 I–II 430,00 €
Ex Auktion 8 der Sincona Swiss International Coin Auctions AG, Zürich, vom 22. Oktober 2012, Kat.-Nr. 3182. - Am 23. Februar 1748 stiftete König Fredrik I. von Schweden (1676-1751, seit 1720 König von Schweden, seit 1730 Landgraf von Hessen-Kassel) den zunächst zweiklassigen (Kommandeur und Ritter) Orden zusammen mit dem Königlichen Seraphim-Orden und dem Königlichen Schwert-Orden. 1762 stiftete König Gustav III. (1746-1792, König seit 1771) Kollanen für die Kommandeure. König Oscar I. (1799-1859, König seit 1844) schuf 1844 die Großkreuz-Klasse, genannt "Kommandeur mit Großkreuz". König Carl XV. (1826-1872, König seit 1859) stiftete 1860 einen Bruststern zum Kommandeur und König Oscar II. (1829-1907, König seit 1872) unterteilte 1873 aus Anlass seiner Krönung die Kommandeure in Kommandeure 1. Klasse (mit Bruststern) und Kommandeure 2. Klasse (ohne Bruststern, ab 1952 "Kommandeur" genannt), wobei letztere bis 1889 Ausländern vorbehalten waren. Bereits am 14. Dezember 1871 waren die bis dahin gestickten Bruststerne offiziell in Metallsterne umgewandelt worden, deren Armflächen bis 1919 brillantiert, von 1919 bis 1951 geschuppt und seit diesem Zeitpunkt glatt waren bzw. sind. In besonderen Fällen konnten die Insignien aller Klassen auch mit Brillanten verliehen werden. Auf Beschluss des Schwedischen Reichstages vom 6. Juni 1973 wurde die Verleihung des Nordstern-Ordens an schwedische Staatsbürger mit Wirkung vom 1. Januar 1975 eingestellt. Mit der Reform des schwedischen Ordenswesens von 1975 wurde auch die Ritterklasse in Ritter 1. Klasse und Ritter aufgeteilt, sowie eine neue Bandfarbe (Blau mit gelben Randstreifen) eingeführt. 1986 wurde von König Carl XVI. Gustav die dem Orden affiliierte Nordsternmedaille gestiftet. Mit Datum vom 1. August 1995 erhielt der Orden neue Statuten. Zwischen 1875 und 1982 fertigte der Hofjuwelier Carl Fredrik Carlman (Inhaber nacheinander Carl Fredrik Carlman, Carl Ryno Amadeus Carlman, Sven Carlman und Rolf Carlman) in Stockholm die Ordensinsignien aller Klassen des Ordens an.



EUROPÄISCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

SPANIEN


(DRITTES) KÖNIGREICH SPANIEN, RESTAURATION UND REGIERUNG ISABELLAS II. (1813-1868)

16240 Königlicher und Sehr Verdienstvoller Spanischer Orden Karls III. [Real y Muy Distinguida Orden Española de Carlos III.] (1847-1931). 3. Modell (mit weißem oder gelben Revers-Medaillon - 1847-1868), Ritterkreuz [Caballero], 61 x 43,1 mm, Gold emailliert, 17,2 g, vereinzelt feinste Emaille-Risse, in zwei Kreuzspitzen der Rückseiten zwei alte, nahezu unsichtbare kleine Emaillereparaturen, im Bandring französische Betätigungs-Punze für 750er-Gold seit 1893 ("Uhu" mit "75"), am neuen Band.

BWK4 707.
II 480,00 €
Der zunächst vierklassige (Großkreuz, Kommandeur, Ritter mit Pension und Ritter Der zunächst vierklassige (Großkreuz, Kommandeur, Ritter mit Pension und Ritter von Nummer) Orden wurde von König Carlos III. (1716-1788, reg. in Spanien seit 1759) aus Anlaß der Geburt seines ersten Enkels Infant Carlos Clemente Antonio (1771-1774) gleichentags mit Urkunde vom 19. September 1771 gestiftet. Der Orden war dem Mysterium der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria geweiht, was Papst Clemens XIV. (1705-1774, Papst seit 1769) mit Bulle von 21. Februar 1772 bestätigte (1. Modell). Der Orden wurde von König Carlos IV. (1748-1819, reg. von 1788 bis 1808) mit Königlichem Dekret vom 12. Juni 1804 (2. Modell) und von König Fernando VII. (1784-1833, reg. 1808 und ab 1814) mit Dekret vom 25. April 1815 verändert. Eine Veränderung der Insignien wurde durch Dekrete Königin Isabellas II. (1830-1904, reg. von 1833/1843 bis 1868) vom 26. Juli 1847 und Verordnung vom 6. September 1847 (Stiftung der Kollane und des Kommandeurs von Nummer, Abschaffung der Ritter mit Pension und der Ritter von Nummer zugunsten der einfachen Ritter) durchgeführt (3. Modell). Die provisorische Regierung unter Regent Francisco Serrano Domínguez (1810-1885, Regent von Spanien von 1869 bis 1870, 1874 Präsident) verlieh den Orden mit entfernten bourbonischen Lilien bis zum Ende der Regentschaft weiter (4. Modell). König Amadeo (1845-1890) wie auch die Erste Spanische Republik verliehen den Orden nicht. König Alfonso XII. (1857-1885, reg. seit 1874) nahm nach seiner Thronbesteigung am 30. Dezember 1874 ab 1875 die Verleihungen des Ordens formlos wieder auf (5. Modell).


 
 
 
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