Fachliteratur
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Letzte Änderung: 01.05.2019 12:04

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DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN


DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN - KATALOGE GENERELL


Nimmergut, Jörg und Anke:
Deutsche Orden und Ehrenzeichen 1800-1945 (22. Ausgabe).
Regenstauf, 22. komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage 2019.
Format 19 x 12,5 cm, 1.072 Seiten, mit über 3.000 Farb-Abbildungen, mit Preisbewertungen in Euro, kartoniert.

Wichtiger Hinweis: Aus technischen Gründen fehlen die Seiten 1068 bis 1071 mit den Nummern 4065 bis 4076. Diese fehlenden vier Seiten können auf Nachfrage als pdf-Datei geliefert werden. - Ob bei Auktionen, beim Besuch auf Sammlermessen oder Flohmärkten: Der allseits als „OEK“ bekannte Deutschland-Katalog ist immer ein nützlicher Ratgeber und unumgängliches Zitierwerk. Als einziger Gesamtkatalog deutscher Orden und Ehrenzeichen für diesen Zeitraum hat sich der „OEK“ seit über 40 Jahren bewährt und gilt europaweit als Standardwerk für deutsche Orden und Ehrenzeichen seit 1800 bis zum Ende des Dritten Reiches. Er enthält fast 4100 Nummern, davon allein über 800 Nummern im Dritten Reich. Mit nahezu 200 neuen farbigen Abbildungen ist die jetzige 22. Auflage wiederum umfangreich aktualisiert, erweitert und mit aktuellsten Marktpreisen versehen worden. Durch die Mitarbeit namhafter Sammler, Auktionshäuser und Händler erfüllt der „OEK“ seit Langem den Anspruch, von Sammlern für Sammler gemacht und ein Spiegel des Marktes zu sein.
L0567/22
Standardkatalog! 39,90 €



DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

BADEN


BADEN


Volle, Henning (unter Mitarbeit von Dr. Lars Adler, Michael Autegruber, Wolfgang Thamm, Hans-Jürgen Ungar und Sascha Wöschler):
Die Orden und tragbaren Ehrenzeichen des Großherzogtums und der Republik Baden.
Freiburg im Breisgau 2019.
Format 30 x 21 cm, 690 Seiten, durchgehend reich illustriert mit weit über 1.000 Farb- und s/w-Abbildungen, Fadenbindung, Hartkarton-Umschlag. Angeboten mit einer nicht tragbaren nummerierten vergoldeten Medaille mit dem Avers der Medaille des Militär-Carl-Friedrich-Verdienstordens, Durchmesser 60 mm, polierte Platte, in Schutzkapsel.

Nun ist sie also endlich da, die seit langem ungeduldig erwartete Neuausgabe des Buchs über die tragbaren Orden, Ehren- und Abzeichen Badens des weithin bekannten phaleristischen Experten Henning Volle aus Freiburg. Schon vor über 40 Jahren im Jahre 1976 hat der Autor eine Arbeit mit dem Titel Badens Orden vorgelegt, die 188 Seiten und 23 S/W- sowie eine Farbtafel umfaßte. Es handelte sich damals um den ersten deutschen regionalen Sammler-orientierten Titel nach 1945. Schnell avancierte er zur Baden-Bibel, die zahlreichen Sammlern und Interessierten umfangreich Rede und Antwort stand. Seitdem hat der Autor weiter gesammelt und umfangreiche Forschungen betrieben. Somit ist das entstandene Buch mit seinen 690 Seiten das Ergebnis dieser über 40-jährigen Forschungsarbeit und kann damit als sein Lebenswerk bezeichnet werden. S. K. H. Maximilian Markgraf von Baden hat dies in einem Vorwort gewürdigt. Das Werk gliedert sich in mehrere Hauptteile: Einführungen, Orden, Ehrenzeichen, sonstige Dekorationen und Ergänzungen. So geht der erste Hauptteil nach einer kurzen Betrachtung der Landesgeschichte anhand der badischen Wappen auf die Entwicklung der staatlichen Siegel von ca. 1800 bis 1934 ein - was später für die Verleihungsurkunden wichtig ist -, sowie auf das Vorkommen badischer Orden in Wappen und Siegeln. Nach den Kurzbiographien über die jeweiligen Stifter der Orden und Ehrenzeichen folgen detaillierte Ausführungen zur Entwicklung der Verleihungsdokumente vom Anfang des Großherzogtums bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Ein weiteres Kapitel geht ausführlich auf die jeweiligen Hersteller der Insignien und die Stempelschneider der Medaillen ein, gefolgt von einem Kapitel über die Entwicklung der Besorgung der Ordensangelegenheiten in Baden. Weitere Ausführungen betreffen Herstellungspreise, Verleihungen an Soldaten jüdischen Glaubens, die Rückgabepflicht, die Nichtausgabe und den Entzug. In den Kapiteln des zweiten Hauptteils werden dann die einzelnen Orden ausführlich behandelt. Zunächst wird jeweils die Geschichte des jeweiligen Ordens dargestellt, die z. B beim Militärischen Carl-Friedrich-Verdienstorden sogar bis ins Jahr 1986 reicht (dem Todesjahr des letzten Ordensritters). Beim Hausorden der Treue wird die Ordensgeschichte ergänzt um eine vollständige Verleihungsliste der Beliehenen von 1803 bis 1918, bei den anderen Orden werden die Verleihungszahlen (wie schon in der ersten Ausgabe) detailliert aufgeführt. Jedes dieser Kapitel beschäftigt sich im zweiten Part mit den einzelnen Insignien der jeweiligen Orden und ihrer Entwicklung, beginnend mit der höchsten Klasse bis zur untersten, dargestellt an unzähligen Abbildungen von Avers und Revers samt Detail-Abbildungen, bereichert um Tragebeispiele von Ordensschnallen und alte Träger-Photographien. Wo bekannt, wurden die Maße und Gewichte der dargestellten Stücke angegeben. Sehr hilfreich für die zeitliche Einordnung und unter Umständen für die Identifizierung der Hersteller sind die zahlreich vorhandenen vergrößerten Abbildungen von Medaillons von Sternen und Kreuzen. Beim Orden vom Zähringer Löwen beschäftigt sich der Autor ausführlich mit der Darstellung der Ruine der Burg Zähringen auf dessen Avers-Medaillon und der zeitlichen Einordnung der jeweiligen Malerei. Abgeschlossen werden die Ordens-Kapitel mit der Vorstellung von Verleihungsetuis und -tüten. Im nächsten Hauptteil (bei Volle Teil 3 und Teil 4 genannt) werden die tragbaren Ehrenzeichen und Medaillen des Staates, des Badischen Frauenvereins und des Gau Badens detailliert behandelt, chronologisch geordnet, beginnend mit der Verdienstmedaille, die als sog. Genius-Medaille schon ab den 1760er Jahren in der Markgrafschaft Baden-Durlach u. a. für Lebensrettung und für die Förderung des Klee-Anbaus vergeben worden ist. Zunächst wird auch hier die jeweilige Geschichte dargestellt, beginnend mit der jeweiligen Stiftung bis zu den letzten Verleihungen. Dabei werden in bestimmten Fällen die historischen Hintergründe sehr ausführlich behandelt, so z. B. die Ereignisse von 1848 und 1849 bei der Medaille des Militär-Carl-Friedrich-Verdienstordens. Auch hier werden, wo bekannt, die Verleihungszahlen angegeben. Daraufhin werden die Stücke der einzelnen Modelle, variante Prägungen (bei Medaillen nach numismatischen Gesichtspunkten!) und tlw. zahlreichen Hersteller-Varianten (wie z. B. bei den Dienstauszeichnungen) in chronologischer Ordnung ausführlich dargestellt, mit Angaben von Maßen und mit Abbildungen von Avers und Revers, tlw. mit zahlreichen großen Detailaufnahmen, auch hier bereichert um Tragebeispiele von Ordensschnallen und alten Träger-Photographien. Größtenteils wird auch hier am Ende jeweils auf Etuis und Verleihungsdokumente umfassend eingegangen. Im vierten Hauptteil (bei Volle Teil 5) beschreibt der Autor die in badischen Landen vergebenen und getragenen weiteren Dekorationen, so u. v. a. die Dekoration des Kraichgauer Adeligen Damenstiftes, das Kreuz der Domherren von Konstanz, die Kapitelkreuze der Erzdiözese Freiburg in ihren zahlreichen Formen, die Kreuze der schwäbischen Reichsritterschaft, das Kreuz des Albert-Karolinenstifts in Freiburg, die badischen Kammerherren-Schlüssel, die Dienstauszeichnung für Bürgermeister und die Abzeichen des badischen Militärvereins-Verbandes bzw. des Badischen Kriegerbundes. Abgeschlossen wird das Werk durch den fünften Hauptteil (bei Volle Teil 6 bis Teil 11), worin Volle u. a. auf die Trageweise der badischen Auszeichnungen eingeht, auf die Literatur über badische Orden und Ehrenzeichen, auf bedeutende Sammler und Sammlungen, sowie auf die Statuten. Hier mußte auf die bereits anderenorts veröffentlichten Statuten verzichtet werden, denn eine Aufnahme aller dieser Texte hätte das ohnehin schon grenzwertig handhabbare Volumen des Buches mit Sicherheit gesprengt. Ganz zum Schluß finden sich noch eine Reihe von kleinen Abzeichen, die aus Anlaß von Familien- und Jubiläums-Feierlichkeiten vom Hause Baden nach 1945 ausgegeben wurden. Die bei einzelnen Bildern vorhandene leicht dunkle Tönung ist wohl dem Umstand geschuldet, daß sämtliche Abbildungen für einen tiefweißen Hintergrund (also weißes Papier) digital bearbeitet wurden, jedoch für den Druck ein den Augen gefälligeres, leicht Chamois-farbenes verwendet wurde, was diesen Effekt bewirkt. Da ein Rezensent immer ein Haar in der Suppe finden muß, bleibt die Frage, ob man den Aufwand für die Herstellung der beigefügten, sehr schönen, nicht tragbaren Medaille nicht besser in eine stabilere Verarbeitung des Buchrückens und in ein Lesebändchen investiert hätte. Der Preis von € 179,00 erscheint hoch (und er ist es auch, absolut gesehen), aber er steht dennoch in keinem Verhältnis zu der ungeheuren Reichhaltigkeit an gebotenen Informationen über das badische Auszeichnungswesen, die immerhin das Ergebnis einer über vierzigjährigen Forschungsarbeit darstellen. Und schließlich ist zu diesem Preis noch nicht einmal ein einfaches Ritterkreuz II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen in seiner letzten, am häufigsten vorkommenden Ausführung zu bekommen. An dieser Stelle ist auch dem Verleger, Volker Kricheldorf, zu gratulieren, der das Wagnis auf sich genommen hat, trotz zahlreicher widriger technischer Umstände, das Buch zu veröffentlichen und in sein Verlagsprogramm aufzunehmen. In seiner Menge an Informationen setzt das detaillierte, erschöpfende, nahezu nicht zu übertreffende Werk neue Standards für künftig erscheinende phaleristische Fachliteratur. Aber es stellt in seiner Gesamtheit eben nicht nur eine phaleristische Fach-Monographie dar, sondern es bietet im besten Sinne von historisch hilfswissenschaftlicher Fachliteratur Überblicke und Einsichten in zahlreiche Bereiche, die zu einem besseren allgemeinen Verständnis der badischen Geschichte führen. Möge es deshalb seinen Weg nicht nur in die Hände zahlreicher Sammler und Händler badischer Orden, Ehrenzeichen, Medaillen und Münzen finden, sondern alle an badischer Geschichte im Allgemeinen Interessierten erreichen und künftig auch und gerade in zahlreichen öffentlichen allgemeinen Bibliotheken, wie auch in jenen von Universitäten, historischen Fakultäten und Museen des Landes zu finden sein.
L0558
Momentan nicht lieferbar! Maßgebliches Standardwerk! 179,00 €


HANNOVER


HANNOVER

  Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag - Reihe Geschichtswissenschaft - Band 36.

Kögler , Johannes-Paul:
Ehre als tragbares Zeichen - Zur politischen, sozialen und kulturgeschichtlichen Bedeutung von Orden und Ehrenzeichen am Beispiel des Königreichs Hannover 1814-1866.
Baden-Baden 2018.
Format 24,5 x 17,5 cm, 256 Seiten, mit 20 Farb- und 8 Schwarz-Weiß-Abbildungen, gebunden, 583 g.

Orden und Ehrenzeichen gehörten zur Lebenswirklichkeit der Menschen im 19. Jahrhundert. Sie wiesen ihre Träger als Teilnehmer von Schlachten und Feldzügen aus, als verdiente Staatsdiener, Künstler oder Lebensretter. Tragbare Auszeichnungen waren fest in das Ehrverständnis jener Zeit verankert und förderten dadurch Selbstbewusstsein und Anspruch gleichermaßen. Sie machten darüber hinaus soziale Unterschiede nach außen hin sichtbar und ließen den Beliehenen Aufstiegs- und Karrierechancen erahnen. Doch wie genau war so ein staatliches Auszeichnungssystem aufgebaut und inwiefern profitierte der Souverän von der Vergabe der wertvollen Kleinode? Der Autor beschäftigt sich im vorliegenden Werk umfassend mit den Orden und Ehrenzeichen des Königreichs Hannover, das in über 50 Jahren ein komplexes System an Auszeichnungen hervorbrachte und seine Bürger umfänglich für Loyalität und Anhänglichkeit belohnte. Dabei werden nicht nur soziale, kulturelle und ikonographische Aspekte des Auszeichnungsprozesses beleuchtet, sondern auch die politische Geschichte des Königreichs Hannover und seine Bedeutung im Kontext von Tradition und Erinnerung nach 1866 in besonderem Maße fokussiert. Bei dieser Arbeit handelt es sich um die Disseration des Autors zur Erlangung des Doktor-Grades in Philosophie (Geschichtswissenschaft) an der Helmut Schmidt-Universität Hamburg.
L1627
Sehr interessante wissenschaftliche Fachdokumentation! 48,00 €


PREUSSEN


PREUSSEN


Schönberger, Paul und Schimmel, Stefan:
Kaisertage - Die unveröffentlichten Aufzeichnungen (1914 bis 1918) der Kammerdiener und Adjutanten Wilhelms II.
Konstanz 2018.
Format 21,2 x 28 cm, 160 Seiten, ca. 160 farbige und S/W-Abbildungen, gebunden.

XXX Schon viel ist geschrieben und publiziert worden über Wilhelm II., den letzten Deutschen Kaiser und König von Preußen: Biographien, Bildbände, Quellenbände, sog. Sach- und Fachbücher. Er selbst führte jedoch kein Tagebuch. Daher ist, abgesehen von dem, was seinen seltenen, knappen Notizen in den erhaltenen "Täglichen Losungen und Lehrtexten der Herrnhuter Brüdergemeinde" und seinen erhaltenen Briefen zu entnehmen ist, bisher nur sehr wenig bekannt über sein Gefühlsleben oder seinen Tagesablauf, also von des Kaisers Alltag. Diesem Manko versucht diese Publikation etwas abzuhelfen, durch die Veröffentlichung zahlreicher überaus interessanter Auszüge aus den erhaltenen, im Besitz des Hauses Preußen befindlichen, bisher unveröffentlichten offiziellen Dienstjournalen der Leibjäger (Kammerdiener) und Flügeladjutanten Wilhelms II. von 1913 bis 1918. Hier ist zwar ebenfalls nichts über seine persönlichen Gedanken und Ansichten zu lesen, wohl aber wird hier geradezu minutiös über seine Tagesabläufe berichtet. Die einzelnen Eintragungen der Leibjäger, chronologisch geordnet, beginnend mit dem 1. Januar 1914 und endend am 28. November 1918, geben Auskunft über das jeweilige Wetter, den Tagesablauf, die empfangenen Personen, des Kaisers Kleidung und die dazu getragenen Ordensinsignien, jeweils ausführlich durch Fußnoten erläutert. Die Eintragungen der Adjutanten beschäftigen sich "nur" mit den Tagesabläufen und den Besuchern. Eine Reihe von Eintragungen belegen umschreibend den Gemütszustand Wilhelms II. nach seinen relativ häufigen Nervenzusammenbrüchen, die einen Hinweis auf seine stetige psychische Anspannung darstellen. Zweierlei zeigen sie letztlich in aller Deutlichkeit: Er war zum einen der Führung des Deutschen Reiches im Krieg nicht gewachsen; zum anderen war er aber auch dem stets manipulativen Verhalten seiner direkten Umgebung ihm selbst gegenüber geradezu hilflos ausgeliefert, was vieles noch verschlimmerte. Die detailgenauen Aufzählungen der Uniformen, der dazu angelegten Ordensinsignien und der Anlässe, zu denen er sie trug, belegen klar, welchen Wert der Kaiser auf sein äußeres Erscheinungsbild legte und wie er dieses ganz bewußt und gezielt einsetzte, um Besucher oder Besuchte zu ehren, indem er z. B. Uniform und Orden ihres Landes anlegte, oder auch um sein Gegenüber oder seine Umgebung zu beeindrucken. Er liebte das Militär und alles Militärische (vor allem in Friedenszeiten!), weil es für ihn einerseits Ordnung, System und Fortschritt repräsentierte, andererseits aber auch Farbenpracht und Eleganz besaß. Es war schon etwas Beeindruckendes, wenn so ein Regiment in Paradeuniform mit klingendem Spiel vorbeiparadierte; diese Pracht liebte der Kaiser. Dem Buch vorangestellt ist ein Grußwort S.K.H. Georg Friedrich Prinz von Preußen, Ururenkel des Kaisers und heutiger Chef des Hauses Preußen, gefolgt von einem Vorwort der Autoren und einer Einführung in die der Publikation zugrundeliegenden Quellen, den Journalen der Leibjäger und Adjutanten. Die chronologischen Eintragungen werden unterbrochen durch eine Reihe von sehr kenntnisreich formulierten Essays. Darin werden bestimmte Aspekte des Lebens Wilhelms II. im Krieg und seine eigene Rolle darin behandelt. Dargestellt und erläutert werden u. a.: die Ereignisse des letzten Friedenssommers vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, des Kaisers Liebe zu Uniformen und Orden, der Verlauf der sog. "Juli-Krise" im Jahre 1914, eine Untersuchung seiner Balkonreden, sein Verhalten angesichts der Abdankung und Gefangennahme des russischen Kaisers Nikolaus II., seines Vetters, seine Reise nach Konstantinopel und sein Verhältnis zum österreichischen Kaiser Karl I. Schließlich wird ausführlich der Zusammenbruch im November 1918 dargestellt und interpretiert. Wilhelm II. war nicht nur der Kaiser, er stellte auch tagtäglich den "Kaiser" dar, und wurde so auch zum ersten "Photo-Kaiser". Davon gibt dieses Buch beredt Zeugnis mit zahlreichen Photographien und Wiedergaben von Gemälden und Dokumenten, sowie Abbildungen von Objekten aus seinem Eigentum wie Uniformen, Kopfbedeckungen, Ordensinsignien und Ehrenzeichen. Sehr beeindruckend ist hierbei für den Rezensenten die Farbphotographie (definitiv keine nachkolorierte Schwarzweiß-Photographie) auf der vorderen Umschlagseite des erschöpft und resignierend wirkenden Kaisers in Felduniform, wohl aus den letzten Kriegswochen stammend, wie auch das Gegenstück auf der hinteren Umschlagseite, mit des Kaisers Rückenansicht. Ein wichtiger Aspekt des Buches soll hier nicht unerwähnt bleiben: Die sehr detailgenaue Beschreibungen der Leibjäger, welche Uniformen und Ordensinsignien der Kaiser an bestimmten Tagen trug, ermöglichen es dem Interessierten und in der Ordenskunde Bewanderten, bis dahin undatierte Photographien Wilhelms II. aus der Zeit des Ersten Weltkriegs unter Umständen zu datieren und zu lokalisieren. Somit ist dieser Titel eben nicht nur ein reich illustrierter Photo-Bildband für am Leben des letzten Deutschen Kaisers Interessierte, sondern auch ein Werk mit bisher unveröffentlichten historischen Quellen. Darüber hinaus kann es, wie schon erläutert, dem Historiker eine unentbehrliche Hilfe darstellen für die Datierung bzw. Überprüfung der Datierung alter Photographien, als "historisch hilfswissenschaftliche Fachliteratur "im besten Sinne des Wortes. Dieses für seinen reichen Informationsgehalt überaus preiswerte (€ 24,90) Buch sei nicht nur dem an der Person Wilhelm II. und an der Geschichte des Ersten Weltkriegs insgesamt Interessierten wärmstens empfohlen, sondern auch Historikern, den Sammlern alter Photographien wie auch den Phaleristikern (Ordenskundlern).
L1626
Ordens- wie auch uniformenkundlich sehr interessantes Werk! 24,90 €



PREUSSEN - ORDEN POUR LE MÉRITE


Möller, Hanns:
Geschichte der Ritter des Ordens "pour le mérite" im Weltkrieg.
Berlin Originalausgabe 1935.
717 und 557 Seiten in zwei Bänden, mit mehreren Bibliotheksstempeln, gebunden, Einbände berieben.

Seltenes Standardwerk über die Ritter des preußischen Tapferkeitsordens während des Ersten Weltkrieges 1914-1918, mit Kurzbiographien und umfangreichen Erläuterungen der Verleihungsumstände
A0333
Antiquarischer Titel! 275,00 €


WESTPHALEN


WESTPHALEN


Declercq, Jacques:
Histoire des distinctions honorifiques du royaume de Westphalie.
[Geschichte der Auszeichnungen des Königreichs Westphalen.]
Paris 2018.
In französicher Sprache, 172 Seiten, in Farbe illustriert, kartoniert.

L1623
38,00 €



DEUTSCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

DEUTSCHES REICH 1933-1945


DEUTSCHES (1933-1938) BZW. GROSSDEUTSCHES ( 1938-1945) REICH ("DRITTES REICH") - WEHRMACHT ALLGEMEIN


González Pinilla, Ángel und Barrera Govantes, Antonio:
Spanish Blue Division Commemorative Medals.
[Erinnerungsmedaillen der Spanischen Blauen Division.]
Madrid 2018.
In englischer Sprache, Format 25 x 18 cm, 188 Seiten, durchgehend reich in Farbe illustriert, gebunden, mit Schutzumschlag.

In diesem Buch wird zunächst die Geschichte der Spanischen Blauen Division [División Azul] behandelt, die spanischen Truppen, die der spanische Staatschef Francisco Franco y Bahamonde (1892-1975, reg. seit 1936) nach Deutschland gesandt hat zur Teilnahme an Hitlers Rußlandfeldzug (als „Gegenleistung“ für die deutsche Hilfe im Spanischen Bürgerkrieg 1936 - 1939). Sehr ausführlich werden die beiden dafür vorgesehenen Ehrenzeichen, die „Erinnerungsmedaille für die spanischen Freiwilligen im Kampf gegen den Bolschewismus“ und die „Erinnerungs-Medaille an den Feldzug in Rußland“ [Medalla Commemorativa de la Campaña de Rusia] vorgestellt und in allen Varianten ausführlich beschrieben.
L1630
Detailgenaue Fachpublikation! 68,00 €



EUROPÄISCHE ORDEN UND EHRENZEICHEN

DÄNEMARK


DÄNEMARK


Stevensborg, Lars:
Fortjenstmedaljen 1792-1839.
[Die Verdienstmedaille 1792-1839.]
Kopenhagen 1989.
In dänischer Sprache mit englischsprachiger Zusammenfassung, Format 24 x 16,5 cm, 158 Seiten, in Schwarzweiß illustriert, kartoniert.

L1632
24,80 €


FINNLAND


FINNLAND


Bergroth, Tom C., Brummer, Wilhelm, und Matikkala, Antti:
Kahden Presidenttikauden Kunnia - Två Presidentperioders Heder - The Honour of Two Presidential Terms.
[Die Ehrungen zweier Präsidentschaften.]
Helsinki 2018.
In finnischer, schwedischer und englischer Sprache, Format 24,5 x 17 cm, 40 Seiten, durchgehend reich in Farbe illustriert, kartoniert.

Die Publikation führt alle Orden und Ehrenzeichen mit Erläuterungen auf, die der neunte finnische Staatspräsident Mauno Koivisto SDP (1923-2017, Präsident von 1982 bis 1994) im Laufe seines Lebens und während seiner zwei Präsidentschaften erhalten hat.
L1621
Sehr interessantes Büchlein! 24,00 €



Matikkala, Antti:
Suomen Ritarikunnat 100 Vuotta / Näyttely Kansallisarkistossa - Finlands Ordnar 100 År / Utställning i Riksarkivet - Finnish Orders of Merit: 100 Years / Exhibition at the National Archives - 4.12.2018-20.12.2019.
[100 Jahre finnische Orden / Ausstellung im Natonalarchiv - 4.12.2018-20.12.2019.]
Helsinki 2018.
In finnischer, schwedischer und englischer Sprache, Format 24,5 x 24,5 cm, 180 Seiten, durchgehend in Farbe illustriert, kartoniert.

Reich bebildeter Katalog zu einer umfangreichen Ausstellung des Finnischen Nationalarchivs [Kansallisarkisto] aus Anlaß der 100-Jahrfeier der Stiftung des des Ritterordens der Finnischen Weißen Rose [Suomen Valkoisen Ruusun ritarikunta], sehr detailliert erarbeitetet von dem leider allzufrüh verstorbenen Kurator der Ausstellung, Dr. Antti Matikkala. Er enthält zahlreiche Informationen u. a. über die Entstehungsgeschichte des Orden des Freiheitskreuzes [Vapaudenristin ritarikunta], des Ritterordens der Finnischen Weißen Rose und des Ritterordens des Finnischen Löwen [Suomen Leijonan ritarikunta], ihrer jeweiligen historischen Entwicklung und Verleihungspraxis, über ihren Stifter, den Marschall von Finnland Carl Gustaf Freiherr von Mannerheim (1867-1951), die Herstellung der Ordensinsignien, über die Rolle der Orden während des Zweiten Weltkriegs und zu den Auszeichnung des Präsidenten der Republik Finnland Mauno Koivisto (1923-2017, Präsident von 1982 bis 1994).
A1635
Wichtiger Ausstellungskatalog! 48,00 €


GROSSBRITANNIEN


GROSSBRITANNIEN - ALLGEMEIN


Mussell, John W. (Hg.):
Medal Yearbook 2019.
[Auszeichnungs-Jahrbuch 2019.]
Honiton, 25. Auflage 2018.
In englischer Sprache, Format 24 x 17 cm, 544 Seiten, durchgehend in Farbe illustriert, mit marktgerechten Preisbewertungen in britischen Pfund, kartoniert.

Fünfundzwanzigste Auflage des Standardkataloges über alle Orden, Ehrenzeichen, Medaillen und Miniaturen Großbritanniens und Irlands, mit detaillierten Bewertungen in britischen Pfund. Jede Auszeichnung wird in Farbe abgebildet, größtenteils mit Bändern, und ausführlich erläutert (u. a. Stiftung, Material, Format, historische Hintergründe). Des Weiteren sind enthalten die gültigen Rangfolgen der Auszeichnungen, ein für das Verständnis des britischen Auszeichnungswesen notwendiges Abkürzungsverzeichnis, ein Literaturverzeichnis zur britischen Phaleristik, umfangreiche Listen der bestehenden Regimenter, Sammlervereine, Auktionshäuser, Händler britischer Auszeichnungen und militärischer Bücher, britischer Militaria- und Auszeichnungsbörsen, wie auch Militär- und Regimentsmuseen, sowie eine weitere Anzahl an hochinteressanten Informationen.
L0641/25
Britischer Standardkatalog! 29,90 €


ITALIEN


ITALIEN, GROSSHERZOGTUM TOSKANA (BIS 1859)

  Forschungen zu Orient und Okzident Band 2

Gatscher-Riedl, Gregor, und Strigl, Mario:
Die Roten Ritter - Zwischen Medici, Habsburgern und Osmanen - Die Orden und Auszeichnungen des Großherzogtums Toskana.
Wien 2014.
Format 24 x 17 cm, 276 Seiten, 64 meist farbige Abbildungen, gebunden.

Die „Roten Ritter“ des Stefansordens operierten von 1561 bis 1773, als sie sich letztmalig an einer Flottenaktion gegen marokkanische Piraten bei Gibraltar beteiligten, in den Gewässern des Mittelmeers. Dabei sind laut den Aufzeichnungen im erhalten gebliebenen Archiv des Ordens 44 Schiffe der Osmanen und ihrer nordafrikanischen Verbündeten versenkt, sowie 270 aufgebracht und gekapert worden. Die Truppen des Ordens nahmen in diesem Zeitraum 14.870 Gefangene, befreiten 4.840 Christen aus der Sklaverei und brachten sich in den symbolträchtigen Besitz von 350 feindlichen Fahnen und Feldzeichen. Der Orden unter dem roten, achtspitzigen Kreuz hat seine Wurzeln in der Entstehung eines modernen Staatskonzepts für das Großherzogtum Toskana. Trotz oder gerade wegen des rationalen Charakters dieses Regimes, das zu Beginn noch innerhalb scheinrepublikanischer Formen operierte, versuchte der Ordensgründer und erste Großherzog Cosimo ?I. de’ Medici später, sich eine dynastische Legitimation in traditionell-monarchischen Bahnen zurechtzulegen. Ein wesentliches Element in dieser Strategie bildete der Stefansorden, dem nach dem Vorbild des Malteserordens die Aufgabe einer christlichen „Seepolizei“ im Mittelmeer zufallen sollte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Stefansorden zu einem dynastischen Verdienstorden, dem von Seiten der habsburgischen Großherzöge 1807 noch der Verdienstorden vom Hl. Joseph und 1853 der Orden für Zivil- und Militärverdienst an die Seite gestellt wurden. Dieses Buch leuchtet erstmalig die Geschichte der toskanischen Ordenslandschaft aus. Damit wird nicht nur eine Lücke in der historisch-hilfswissenschaftlichen Literatur geschlossen, sondern auch ein Kapitel österreichisch-habsburgischer Geschichte in Italien dargestellt.
L1543
Sehr interessante Fachpublikation! 32,00 €


SLOWAKEI


SLOWAKEI

  An deutsche Staatsbürger und Angehörige der Wehrmacht verliehene Orden und Ehrenzeichen ausländischer Staaten vor und während des II. Weltkrieges - Band I

Seehagen, Ulf:
An deutsche Staatsbürger und Angehörige der Wehrmacht verliehene Orden und Ehrenzeichen ausländischer Staaten vor und während des II. Weltkrieges - Band I: Slowakische Republik 1939-1945.
Zweibrücken 2018.
In deutscher Sprache, Format A 4, 116 Seiten, durchgehend mit 301 Abbildungen in Farbe illustriert, gebunden.

Das Tragen ausländischer OEZ durch Deutsche war im III. Reich von der Zustimmung der Reichsregierung abhängig. Wirklich getragen wurden sie meist nur bei passenden, besonderen Anlässen - etwa Veranstaltungen gemeinsam mit Vertretern des Verleiherstaates u. dgl. Zu den engsten Verbündeten des III. Reiches zählte die erst von Deutschland 1938 - bei der Auflösung der Tschecho-Slowakei geschaffene Slowakische Republik. Ihren Auszeichnungen widmet sich dieser Band 1 der mehrbändig geplanten Reihe. Auf interessante Weise verbindet sich hier deutsch beeinflußtes Design mit traditionell slowakischer Symbolik. Sie alle sehen wir hier in ihren div. Stufen und Varianten, teils auch revers, samt Ordensbändern und Feldschnallen sowie ausgewählten Etuis, Urkunden, Kollanen, Großen Ordensschnallen usw. Die Texte erläutern genau die jeweiligen Besonderheiten und Hintergründe der gezeigten Stücke. Der Band vermittelt einen detailreichen und zugleich umfassenden Überblick über das Ordenswesen dieses verbündeten Staatswesens im II. Weltkrieg. Ein noch wenig erschlossener Themenkreis, in dem es für Ordenskundler und -sammler noch einiges zu entdecken gibt!
L1625
Interessantes Fachbuch! 29,50 €



ORDEN UND EHRENZEICHEN AUS ÜBERSEE

NORD- UND SÜDAMERIKA


NORD- UND SÜDAMERIKA


Klenau, Arnhard Graf:
Orders of the World - Standard Catalogue - The Americas.
[Orden der Welt - Standard Kataloge - Die Amerikas.]
Offenbach am Main, 2018.
In englischer Sprache, Format 24,5 x 17,5, 335 Seiten mit 1.729 Katalognumern, durchgehend mit 811 Farbbildern (vorwiegend in Originalgröße) illustriert, gebunden.

Dieser erste Band eines projektierten Welt-Ordens-Kataloges beinhaltet alle Orden von 37 Staaten und Territorien von Nord-, Mittel- und Süd-Amerika von den Anfängen bis zur Gegenwart.
L1616-1
Soeben erschienener einzigartiger Standardkatalog! 80,00 €


TÜRKEI


TÜRKEI


Ibar, Avsar:
Osmanl? Imparatorlugu Mecidi ve Osmani Nisanlari. - Ottoman Empire's Order of the Medjidie and Order of the Osmanie.
[Die Kaiserlich Osmanischen Mecidyie- und Osmanje-Orden.]
Istanbul 2018.
In türkischer und englischer Sprache, Format 24,5 x 17 cm, 198 Seiten durchgehend reich in Farbe illustriert, gebunden, mit Schutzumschlag, nummeriert (Gesamtauflage nur 300 Exemplare) und vom Autor signiert.

Farbenprächtiges und sehr detailliert erarbeitetes Werk über die beiden bedeutenden osmanischen Orden, mit zahlreichen Farb-Abbildungen der verschiedenen Typen und Ausführungen von den Anfängen (1852 bzw. 1862) bis zum Ende des Osmanischen Reichen im Jahre 1922, gegliedert nach den Insignien der jeweiligen Klassen. Besondere Berücksichtigung finden hierbei die juwelenbesetzten Objekte, aber auch die verschiedenen Etuis werden abgebildet, ebenso wie die Punzierungen und Hersteller-Bezeichnungen von Osmanischen wie auch europäischen Anfertigungen. Große Aufmerksamkeit widmet der Autor auch ein einem eigenen Kapitel den Fälschungen von Ordensdekorationen, den Verfälschungen durch Hinzufügung von gefälschten Säbeln und den Fälschungen von Etuis. Fazit: Ein sehr lehrreiches Werk, nicht nur für den Sammler osmanischer Auszeichnungen, sondern für jeden an der Geschichte des osmanischen Reiches Interessierten!
L1611
Soeben erschienenes farbenprächtiges und sehr detailliert erarbeitetes Standardwerk! 80,00 €


 
 
 
Phaleristischer Verlag Institut für Phaleristik Künker-Numismatik